Sonntag, 22. Februar 2009
Eke ist da!
Donnerstag, 19. Februar 2009
Gruß an Harald!
Tja, lieber Harald, dieses Fotos habe ich letzten Woche am 11. Februar geschossen und wie Du sehen kannst, steht dieses Fahrzeug so schrottreif wie im November an der Straße. Festus hat seine Niederlage anerkannt und seine Taxikollegen haben sich vor Lachen geschüttelt, als sie von unserem kleinen „Wettbewerb“ erfuhren.
Donnerstag, 12. Februar 2009
Ende Januar bis Anfang Februar (26.01. - 08.02.)
Hoppla! Fast zwei Wochen nichts Neues auf dieser Seite! Und das hat seinen Grund, denn ich war richtig, richtig eingespannt.Denn unser Haushalt hat sich deutlich erweitert und zwar um einen Pool, eine Internet-Verbindung und ein Auto!
O.K., Pool ist vielleicht etwas hoch gegriffen, aber es ist ein netter Plansche-Pool mit zweieinhalb Meter Durchmesser und für Julius ein Paradies um mit seinen Playmobil-Piraten herumzuplanschen. Außerdem ist dann immer noch genug Platz für Anja und mich sich zumindest ins kühle Nass zu setzen. Für etwas Erfrischung können wir also jetzt auch zuhause sorgen. Supi!

Allerdings müssen wir jetzt noch technisch etwas nachrüsten, denn es gab mal wieder etwas Diskussionsstoff mit unserem Vermieter. Da der einzige angeschlossene Wasserschlauch an seinem Haus ist, hatte er Probleme damit, das wir diesen benutzten. Erste Begründung: Wir pumpen seinen Wassertank leer und er hat dann kein Wasser mehr! Daran haben wir natürlich auch gedacht und den Pool erst gefüllt, als die Leitungen offen waren und somit der Tank direkt wieder nachgefüllt wurde.
Zweite Begründung: Das Wasser geht kostentechnisch bei ihm ab. Stimmt so auch nicht, da wir die komplette Wasserrechnung des Grundstücks eh zusammen bezahlen. Ist somit also egal, ob das Wasser aus unserem Haustank oder aus seinem kommt. Die Rechnung bleibt die gleiche. Dritte Begründung: Das Wasser, wird über eine Wasserpumpe gefördert und der Stromverbrauch geht bei ihm ab. Das stimmt allerdings und da der Strom in Ghana wirklich nicht teuer ist, sprechen wir hier über die Summe von vielleicht einem Ghana Cedi, also 60 cent. Die würden wir ihm natürlich auch bezahlen, aber wenn man nicht will, dann will man halt auch nicht. Schade. Deswegen und nur deswegen müssen wir nun an unseren Wassertank eine entsprechende Pumpe anbringen, damit wir auch in Zukunft unseren Pool füllen können. Hmmmm, tja!
O.K., nächstes Thema Internet! Stand der Dinge war ja, dass ich meine Anschlussgebühren inklusive dem ersten Monat bezahlt habe. Am Montag, den 26. Januar kam dann tatsächlich Owusu mit einem Kollegen, um das Kabel zu verlegen. Das hieß, das die zwei das Kabel an einem Strommasten in unserer Straße angezapft haben, von dort immer weiterverlegt, auf das Grundstück unseres Vermieters, über das Dach unseres Vermieters, rüber auf unser Dach, hinterm Haus dann runter und durch ein Loch in der Wand ins Wohnzimmer gezogen. Man hat also nicht wie in Deutschland einen Techniker, der an einer Telefonbuchse im Haus irgendwas rumschraubt, sondern kann sein Internet selber sehen! Wie das Foto beweist! Und wer kann schon behaupten und zeigen: Schaut her, das ist unser Internet!!!
Also, Kabel in der Bude und Feierabend. Tomorrow, tomorrow! Klar. Am Dienstag kein Owusu, ebenso am Mittwoch und am Donnerstag. Auf meine täglichen Telefonate, wo er denn bliebe, dann das obligatorische ‚Tomorrow, tomorrow! Meine Feststellung, dass ‚tomorrow’ eigentlich ‚yesterday’ war, da er schon vorgestern von ‚tomorrow’ sprach, zeigte bei ihm keine Wirkung und er blieb vehement bei seinem Vorsatz für den nächsten Tag. Am Freitag, als ich schon nicht mehr daran glaubte, kamen die zwei Herren dann tatsächlich kurz vor fünf noch bei uns an. Owusu montierte ein Modem an das Kabel und sein Kollege machte es sich in unserem Sessel bequem, nachdem er unsere DVDs begutachtet hatte. Gut, dass sie zu zweit unterwegs waren. Nur einer hätte es nicht geschafft die Kabel anzuschließen und es sich gleichzeitig bei uns bequem zu machen. Freigeschalten werden konnte dann immer noch nichts, da – mittlerweile war es 18.00 Uhr – das Telekom-Büro schon geschlossen hatte. Für dieses Wochenende hatte ich also schon den Traum ‚Internet-zu-Hause’ abgeschlossen, aber tatsächlich waren sie am Samstag um 10.00 Uhr wieder da und schalteten unsere Leitung frei. Und so sind wir seit Samstag, den 31. Januar stolze Besitzer einer Internet-Leitung zu Hause. Morgens geht zwar fast gar nichts, aber am Abend läuft es recht stabil. Wir sind zufrieden!
Thema Nummer 3: Auto, Auto! Den Mitsubishi von Hajo gaben wir wieder zurück, da uns doch hinsichtlich einiger Mängel nicht ganz wohl in unserer Haut war. Unser emotionales Problem war nun, dass wir Blut geleckt hatten und nun wussten, wie schön ein unabhängiges Leben in Ghana mit eigenem fahrbarem Untersatz ist. Es musste also was geschehen. Als Rex mal wieder zu Besuch bei uns war, bot er mir an, mit mir auf Autosuche zu gehen. Also fuhren wir am Montag, den 2. Februar in Richtung Tema, da sich dort der Hafen befindet und sich somit ein bevorzugter Umschlagplatz für importierte Autos befand. Denn die erste Autokauf-Regel in Ghana lautet: Kaufe nie ein Auto, welches zu lange in Ghana gefahren wurde. Das ist meistens Murks!! Rex wusste genau, wo er schauen musste und so inspizierten wir zwischen Teshie, Nungua und Tema einen Haufen Autos! Wie viele es dann schließlich waren, wusste ich dann nicht mehr. Es war auch keines dabei, für welches ich mich so richtig erwärmen konnte. Und beim Preis musste ich dann auch feststellen, dass unsere Preisgrenze von 5000 cedis dann wohl doch unrealisierbar ist – vorausgesetzt, man möchte ein Auto, das in der Regel mehr auf der Straße als in der Werkstatt unterwegs ist.
Montagabend war ich dann recht frustriert, doch am Dienstag kam dann die Wende. Rex brachte über einen Freund von einem Freund von einem Freund von einem Freund einen Toyota Corolla. Das sah dann schon überzeugender aus und der Preis von 6500 cedis (‚Brutto’, also vor dem Handeln…) ging tendenziell in unsere Richtung. Nach einer Testfahrt zu Anja an die Schule und einer kleinen Runde von Anja, war uns klar: Das sollte doch unser Auto sein. Um auch sicher zu gehen, bin ich dann noch bei einer Art ghanaischer TÜV mit dem Auto vorbeigegangen, die das Auto zumindest ‚visuell’ untersuchen, um dann anhand dieses Checks einen Wert zu taxieren. Dieser lag bei 6100 cedis und da der Verkäufer noch einen neuen Radio einbauen ließ, einigten wir uns schließlich auf 6250 cedis und somit waren wir am Donnerstag, den 6. Februar stolze Besitzer eines weißen Toyota Corolla! Mit einem Kveku, einem Freund von Rex, bin ich dann noch zu einer Werkstatt gefahren, die den Begriff ‚abenteuerlich’ wahrlich verdient hat. Neben einer Müllhalde und vielen Hütten, wo Lämmer unter der heißen Sonne geschlachtet und verarbeitet wurden, stand eine Baracke mit zahllosen Autowracks rundrum und einem Berg von Ersatzteilen. Aus diesem Berg wurden von den unzähligen Arbeitern zielgenau verschiedene Teile herausgefischt, die dann in irgendeinem dieser Wracks verarbeitet wurden. Drei andere Arbeiter saßen um etwas, was entfernt an einen Motor erinnerte und feilten, schmierten und ölten daran. Kveku bestätigte mir, dass es sich tatsächlich um einen Motor handeln würde und dieser eben gerade „wiederhergestellt“ würde. Hier wird ‚Abwrackprämie’ noch anders definiert. An unserem Toyota wurde ein „neuer“ Motor für unsere Beifahrerscheibe eingebaut und außerdem ein Ersatzschlüssel „angefertigt“. Eine Erfahrung der interessanten Art und leider hatte ich meinen Foto nicht dabei.
Wie es sonst mit dem Toyota weiterging, schreibe ich im nächsten Blogeintrag. Hier noch in aller Kürze, was sonst geschah: Anja hatte am 28. Januar noch ihre letzten Elterngespräche und konnte dann am Samstag mal wieder unter Beweis stellen, dass sie immer noch eine Party-Queen par excellence ist. Ina von der RMS hatte zur Geburtstagsfeier geladen und außerdem feierte am selben Abend Miriam Pearson mit ihrem Mann den 20. Hochzeitstag. Zusammen mit Karin ließ es Anja dort richtig krachen und tanzte zu den Partyhits der letzten 20 Jahre bis zum Umfallen. Auch das braucht man hin und wieder. Julius war dann leider Anfang Februar noch krank und zu Hause, ist mittlerweile aber wieder lustig und fidel! Gott sei Dank!
Außerdem haben wir am letzten Sonntag gleich den Eigentum eines eigenen Autos genutzt und haben einen schönen Ausflug nach Gomoah Fetteh gemacht, um uns dort bei Till’s No1, einem Resort, das von einem Deutschen betrieben wird, einen erholsamen Tag am Strand zu genehmigen. Wunderbar! So kann es gerne weitergehen!!!
Geburtstage, Geburtstage: Zuerst einmal noch ein nachträglicher Geburtstagsgruß nach Groningen zu unserem Clemens Wolf. Am 11. Januar feierte er – noch auf der Reichenau – sein 28. Wiegenfest, um kurz darauf seine Inselzelte abzubrechen und in Groningen ein Auslandsstudium zu beginnen. Lieber Clemens, zu Deinem Geburtstag und zu Deinem neuen Lebensabschnitt alles, alles Gute und natürlich recht herzlichen Dank für Deine tollen Dienste im, am und um den Bütezettel!
Auch wurde im Hause Haselberger-Müller Geburtstag gefeiert und das gleich zweimal! Buttermüllers Jürgen hatte am 28. Januar seinen – auch schon – 38. Geburtstag und am 6. Februar feierte die liebe Tanja ihren Jubeltag. Außerdem feierten am selben Tag Katja Huber (autsch – Katja, wie heißt Du jetzt wieder mit Nachnamen?) und Zira Deggelmann ihren Geburtstag. Und obendrauf – denn aller guten Dinge sind 4 – gibt es einen Neuzugang in der illustren Runde der am „6. Februar-Geborenen“. Teresa Magdalena (Wendt? Junghänel?) erblickte an diesem Tag das Licht der Welt und ich gratuliere den stolzen Eltern Kathrin und Martin recht herzlich! Alles Gute!!!
Außerdem feierten Martina & Tobias am Freitag, den 30. Januar (standesamtliche) Hochzeit. Martina heißt jetzt Riede, aber sonst ändert sich nix. (…an einen allseits bekannten Werbespruch angelehnt.) Liebe Martina, lieber Tobias, auf eurem weiteren, gemeinsamen Weg wünsche ich euch alles, alles Gute! Und gerade 2009 habt ihr ja noch einiges vor…Herzlichen Glückwunsch!!!
Donnerstag, 5. Februar 2009
HAPPY BIRTHDAY BÜTEZETTEL

Genau heute vor 10 Jahren, am 05. Februar 1999 wurde der Bütezettel eröffnet!!!!
Taaaaraaaaa!!!
Deswegen: Happy Birthday Bütezettel! Ich werde heute abend ein Club-Bier öffnen und auf dich anstoßen, altes Haus. Und Jülle: Nach Feierabend nimmst Du bitte dann auch ein kühles Beck's in die Hand zum Anstoßen. Versprochen?!
Dienstag, 27. Januar 2009
Die dritte Januarwoche (19. - 25. Januar 2009)
Am Mittwoch nach meinem Klavierunterricht (zur C-Dur gesellt sich jetzt auch noch G-Dur – die Herausforderungen werden größer!), war der Max bei uns zu Gast und nach einem leckeren Mittagessen im Swiss Club, verbrachten Julius und Max einen lustigen Mittag in South-La-Estate. Leider war unser Julius dann etwas von der Rolle, als Birgit ihren Sohn dann abholte, der Mittagsschlaf fehlte und als Konsequenz war dann eben gar nichts mehr recht. Zum Finale furioso gab es dann nur noch Tränen und heftige Zornesausbrüche. Da muss unser Sohn doch noch lernen, sein Temperament in bestimmten Situationen zu zügeln – und wir als Eltern haben die wunderbare Aufgabe, ihm das beizubringen!!!
Abends hatte ich dann endlich wieder mal einen Biertrink-Männer-Termin mit Christoph und wir hatten einen netten Abend zwischen Chicken, Star- und Clubbier in Asylum Down. Da freut man sich schon auf das nächste Mal.
Am Freitag war schon ein erstes Etappenziel für Anja erreicht, denn es gab die Halbjahresinformationen. So schnell rennt die Zeit. Nachmittags hatte sie dann noch Konferenz, die hier in der wunderbaren Welt der Anglizismen ‚Team-Hour’ genannt wird und danach noch bis 17.00 Uhr Elterngespräche. (Diese heißen tatsächlich noch Elterngespräche und nicht etwa ‚meet the parents’) Da neben Anja und Miriam Pearson auch noch Nicole Quansah als Lehrer dabei war, betreute ich während dieser Zeit nicht nur unseren Julius, sondern auch Nicoles Tochter Ameena. Langweilig wurde es mir also nicht. Danach ging es dann flott, flott nach Hause und zwar nicht im Taxi oder im Trotro, sondern im „eigenen“ Auto. Eigenes Auto ist es noch nicht, sondern ein Auto, das wir ins Visier genommen haben und über das Wochenende testen durften. Hajo, der Vater von Larissa, einer Schülerin Anjas, möchte dieses Auto, einen Mitsubishi Lancer, verkaufen und wir sind dabei die erste Verkaufsadresse. Wow.
Abends hatten wir noch eine tolle Einladung! Anja, eine Botschaftsangestellte, und ihr Mann Markus organisieren immer wieder Filmabende in ihrem Garten. Sie stellen dabei 3 Filme zur Auswahl und der Film mit den meisten Stimmen wird dann gezeigt. Da wir zum einen keinen Babysitter hatten und (meine) Anja nach den Elterngesprächen sehr, sehr erschöpft war, ging ich alleine zu diesem tollen Abend. Es waren zwischen 20 und 30 Gäste da, die von Anja und Markus aufs Vortrefflichste mit Getränken versorgt wurden. Gezeigt wurde dann via Beamer und kräftiger Lautsprecher-Anlage der Film ‚Outsourced’. Ein Call-Center-Mitarbeiter in Amerika (jetzt haben die Anglizismen auch mich erreicht….) wird von seinem Vorgesetzten nach Indien versetzt, um dort die Effektivität des dortigen Call-Centers zu verbessern. Natürlich müssen dabei einige Hindernisse beseitigt werden, aber für alle Gäste waren gewisse Parallelen sehr schön zu sehen, was einem alles passieren kann, wenn man auf einen anderen Kulturkreis stößt. Ein toller Abend und eine super Idee! Vielen Dank für die Einladung!!!
Am Samstag wollten wir dann ja das Auto weiter testen und beschlossen zur Accra Mall zu fahren, um den Test auch mit einer Dosis West-Leben zu erweitern. Trotz ausgeschalteter Klimaanlage wurde es eine recht mühsame Stop-and-Go-Fahrerei und so telefonierte ich mit Vincent, dem Fahrer von Hajo, woran das wohl liegen kann. Das müsse er sich genauer anschauen und vereinbarte mit uns einen Termin für den nächsten Sonntag um 7 Uhr! Aaaaarrrrgggghhhhh! Sonntag, 7 Uhr, das ist für mich eine große Folter, aber wenn man da einen Schritt weiter kommen möchte, sollte das halt auch kein Hindernis darstellen. Leider.
Vincent war dann am Sonntag auch da und hat die Drehzahl nach oben gestellt und siehe da: Das Auto läuft und geht (fast) nicht mehr aus. Etwas bedenklich fanden wir dann doch den Benzinverbrauch, denn für 100 Kilometer benötigte er jetzt doch circa einen halben Tank. Das ist doch ein büschen viel…. Es bleibt spannend!
Um 11 Uhr waren wir dann bei Karin Biedermann zum späten Frühstück eingeladen und wir hatten einen tollen, gemütlichen Sonntag bei Karin. Julius war allemal glücklich bei seiner Kindergärtnerin ‚Frau Biedermann’ zu sein und auch wir konnten den Tag toll genießen. Abends wollten wir dann mit unserer Mobilität natürlich noch ein Lokal suchen, das sonst eher schwierig für uns zu erreichen ist und entschieden uns dann für das ‚Captain Hook’. Karin war auch mit von der Partie und so konnten wir ein sehr, sehr leckeres Essen genießen, das allerdings auch seinen Preis hatte. Aber hin und wieder muss man es sich einfach mal gut gehen lassen. Und Julius hatte natürlich seinen Riesenspaß, da die gesamte Dekoration natürlich sehr ‚piratig’ ausgerichtet war. Und als die Rechnung dann in einer Schatztruhe – aufgefüllt mit Süßigkeiten – serviert wurde, war das Glück komplett.
Geburtstagskind der Woche: Max Blum feierte am Samstag, den 24. Januar seinen 11. Geburtstag! Lieber Max, alles Gute und herzlichen Glückwunsch!
Dienstag, 20. Januar 2009
Die zweite Januar-Woche
Am Dienstag ging es Anja dann zwar noch nicht gut, aber soweit besser, dass sie dann wieder in die Schule konnte und auch bei Julius testeten wir wieder einen Kindergarten-Besuch. Da Julius aber immer noch in den Seilen hing, nahm ich ihn dann am Mittwoch direkt nach dem Kindi nach Hause und wir verzichteten auf den Nachmittags-Hort.
Am Donnerstag war dann Julius wieder der Alte! Schon beim Aufstehen und beim Frühstücken versprühte er wieder seine gute Laune und war kaum zu halten. Auch im Kindergarten gab es dann endlich wieder nach Tagen sein gewohntes ‚Attacke’ zu hören! Gott sei Dank!
Dann verschwand der Richter wieder mit Gefolge und Mister Amoh erklärte mir, jetzt müsste der Herr Richter nach dem ganzen Stress in seinem Büro erst mal was essen. Ach so! Und ich wartete immer noch – und das jetzt seit 2 1/2 Stunden! Aber Hauptsache der Richter ist satt und hat keine Hungergefühle. Nach einer Zeit erschien dann wieder einer der Lakaien und zitierte Zuhörer aus den Bänken in das Büro des Richters, die dann nach kurzer Zeit wieder zurückkamen und dann den Saal verlassen. Auf meine Frage, meinte Herr Amoh, dass seien „interne Fälle“, die nicht vor allen Leuten gelöst werden müssten. Als ich dann auch noch wissen wollte, was denn ein „interner Fall“ ist, grinste er mich an und zeigte mir das international verständliche Reiben des Daumens über den Zeige- und Mittelfingers. Ohne Moos nichts los! Ob das tatsächlich so ist? Ein Schuft, der Übles dabei denkt!
Nach der Mittagspause waren dann tatsächlich wir dran und als wir aufgerufen wurden, ging Herr Amoh zum Anwaltspult, um den Fall noch mal vorzubringen. Er wurde dann gleich vom Richter unterbrochen, mit der Frage, wo denn sein Anwalt sei. Der habe uns versetzt und ist nicht erschienen, war die Anwort von George Amoh, woraufhin der Richter meinte, dann müsse er für heute erneut die ganze Chose abblasen. Außer Spesen nichts gewesen! Mister Amoh stellte jetzt einen Antrag, dass er den Fall alleine vorbringen darf und weitergehen wird die unendliche Geschichte am Dienstag, den 3. Februar. Ob ich da allerdings Zeit habe, wage ich schon jetzt zu bezweifeln.
Sonntag hatte Anja dann eine Einladung bei Marion, deren Kinder Anta und Christoph auch an der RMS-Schule sind. Marion arbeitet auf der Botschaft und war vorher an der deutschen Botschaft in Rio de Janeiro tätig. Dort traf Anja dann eine waschechte Badnerin, Nicole aus Waldshut, die seit einem Jahr in Ghana lebt, aber schon seit 8 Jahren immer wieder nach Ghana gereist ist. Natürlich – die Welt ist ja bekanntlich ein Dorf – haben Anja und Nicole gemeinsame Bekannte! Muss ja so sein!!!
Abends ließen wir die Woche dann im Hin Lone ausklingen. Julius bekam von der Chefin noch ein Eis spendiert (, das ich dann fertig essen durfte!) und mit vollen Bäuchen und guter Laune ging es dann wieder nach Hause!
Fortschritt des Projekts ‚Internet zu Hause’: -
Montag, 12. Januar 2009
Die erste Januar-Woche
Auch die Wahl war inzwischen entschieden und mit einer hauchdünnen Mehrheit konnte sich dann letztlich Atta Mills von der NDC durchsetzen. Der propagierte ‚Change’ ist also gekommen. Schaun’ mer mal, wie viel sich dann wirklich ändern wird…. Der zweite Wahlgang war für afrikanische Verhältnisse zwar immer noch als ruhig zu bezeichnen, aber die Stimmung war nicht mehr ganz so entspannt wie am 7. Dezember. Es gab kleinere Übergriffe, die zwei großen Lager NPP und NDC beharkten sich deutlich aggressiver und auch viele Ghanaer zogen es vor, bis zur Wahlentscheidung zu Hause zu bleiben. Jetzt sind alle, alle froh, dass es vorbei ist und eine Entscheidung gefallen ist und alle, sowohl NDC- wie auch NPP-Anhänger, wünschen Atta Mills eine gute Hand für seine Entscheidungen und vor allem Frieden für Ghana. Wir hoffen es auch!
Meine Internet-Warterei zieht sich jetzt wirklich in die Länge, aber nach zwei Terminen an denen Ghana-Telekom-Mann Owusu nicht kam, war es dann am Donnerstag dann endlich soweit. Er füllte mit mir DAS Formular aus und zu meiner großen Verwunderung, wurde ich auf diesem Formular dazu aufgefordert neben meinen Login-Daten auch mein Passwort aufzuschreiben. Bitte? Ich erklärte Owusu, dass ich dann ja wohl kein Passwort mehr brauche, wenn ich das auf irgendwelchen Papieren veröffentliche und diesen Passus nicht ausfüllen werde. Er verstand zwar nicht ganz mein Problem, akzeptierte aber die Leerstellen auf dem Formular. Nicht aber sein Büro: Am Samstag erschien er jetzt bei uns mit vielen Grüßen aus dem ‚Office’, dass das Formular nicht vollständig ausgefüllt sei und ohne Passwort könne mein Antrag nicht weiter bearbeitet werden. Na gut, wenn’s die Telekom-Seele dann so will, dann schreibe ich halt was rein und benutzte als Passwort mein Login-Namen. Wenn schon doof, dann richtig!!! Jetzt bin ich mal gespannt, wie es weitergeht…
Am Mittwoch musste ich dann feststellen, wie weit einen 3 Wochen ohne Übungen am Klavier zurückwerfen können und reichlich frustriert beendete ich meinen frisch gestarteten Unterricht. Umso erfreuter war ich dann am Mittwoch, als ich erfuhr, dass die Fuß-OP bei meiner Mutter gut verlief und sie alles ordentlich überstanden hat. Weiterhin alles Gute, liebe Mama!!!
Von Mittwoch auf Donnerstag bekam dann Julius hohes Fieber und konnte somit am Donnerstag nicht in den Kindi gehen. Wahrscheinlich dann doch die Umstellung von Deutschland zu Ghana. Wir beobachten weiter.
Freitags hat es dann mich durchgeputzt und ich durfte große Teile meines Freitags in der Keramikabteilung verbringen. Grummel!!
Abends waren wir dann bei Winklers zum Essen eingeladen und es wurde ein richtig toller, gemütlicher Abend mit einem fantastischen Essen, das ich leider nach dem zweiten Gang aus oben angeführten Gründen beenden musste. Nicht nur, dass es ein lecker gekochtes Essen war, auch die Kreationen suchten ihresgleichen und die optische Gestaltung der einzelnen Gänge war geschmack- und fantasievoll. Wow! Birgit hatte sich selber übertroffen und man merkte, dass es Ihr viel Freude bereitet, so einen Abend und so ein Essen vorzubereiten. Und als wir dann den Heimweg antraten, hatten wir gar nicht bemerkt, dass es schon fast eins war. Ein untrügliches Zeichen für einen kurzweiligen, gemütlichen Abend!!!
Samstags bekamen wir dann noch einen kurzen Besuch. Die Mutter von Festus, unserem Taxifahrer, die normalerweise in Ho lebt, ist zur Zeit in Teshie. Also wollte es sich Festus nicht nehmen lassen, uns seine nette Mutter vorzustellen. Natürlich war auch Nat mit von der Partie und wir plauderten lustig bei einer Tasse Kaffee!
Trotzdem bleibe ich dabei: Klara Blum nervt – und zwar gewaltig!!!
(Im Gegensatz zu Klaus, der hoffentlich weiterhin uns den Tatort aufnimmt. Bitte!)
Geburtstagskinder der Woche: Am Sonntag, den 4. Januar feierte Gernot Beyer seinen – unglaublich, aber wahr – 65. Geburtstag und am Mittwoch, den 7. Januar durfte sich Martina Weltin über viele Geschenke freuen. Am Donnerstag, den 8. Januar häuften sich die Geburtstage en masse. Ganz abgesehen davon, dass auch noch Elvis Presley seinen Geburtstag feiern würde, weilte er noch unter uns, durften nicht nur meine Freunde Hajo und Wolfi die Kerzen auf der Torte ausblasen, sondern auch noch Daniel Elektro-Wehrle und – lang lebe das Alter – auch Toni Junghänel!
Herzlichen Glückwunsch!
