Sonntag, 11. Oktober 2009

Hallo Harald - das Auto läuft!


Im Februar habe ich ja schon mal über den Haufen Schrott an der Nima Police Taxi-Station berichtet. Festus, unser Taxifahrer, hat letzten November Harald und mir erklärt, daß diese Ansammlung von rostigem Blech in 3 Monaten wieder laufen würde



Dem war im Februar nicht so, was ja auch zu erwarten war, und so konnte ich unsere kleine Wette als gewonnen erklären.Umso überraschter war ich also letzte Woche, als Festus winkend und lachend hinter unserem Auto herrannte. Er bat mich mit einem Grinsen, das von der Elfenbeinküste bis Togo reichte, zu parken, da er mir etwas zeigen müsste. Was dann kam, lässt sich jetzt schon erraten: Er zeigte mir das restaurierte Auto, das es immerhin nach 11 Monaten Reperaturzeit wieder unter die fahrbaren Automobile geschafft hatte. Großes Gejohle seiner Taxifahrer-Kollegen, die schon alle gespannt auf meine Reaktion warteten. Ich war natürlich begeistert und versprach, dieses Wunderwerk der Technik zu fotografieren und Harald zuzusenden. Und hier ist es:



Bei uns diskutiert man über Abwrackprämien und hier wird aus 3 Stücken Blech, einem Draht und 5 Liter Benzin noch ein Auto gebaut. Das sind Unterschiede!


Sonntag, 27. September 2009

So ein Käse


Globalisierung pur! Oberfränkischer Käse im libanesischen Supermarkt in Afrika!

Sonntag, 20. September 2009

Schöner wohnen mit Obama


Hier noch ein Nachschlag zu Barack Obamas Ghana-Besuch im Juli. Nicht nur bei uns im Viertel wurde die Straße verschönert, da Obama dort das Krankenhaus besuchte. Auch in anderen Gebieten Accras hat der Staatsbesuch seine Spuren hinterlassen.


An der Liberation Road, gegenüber des Präsidentenpalastes, gibt es hübsch-hässliche Wohnsilos, die man für Obamas Visite so nicht sehen wollte. Also hing man an der Stirnseite der Wohnblocks großflächige Begrüßungsplakate auf, damit man das, was dahinter ist, etwas kaschieren kann. Auf jedes Plakat kam ein anderes typisch-ghanaisches Motiv drauf, so zum Beispiel die Sklavenburg von Elmina, Kente-Webereien, Goldproduktion, den Independence Square oder die Wii-Wasserfälle.



Und tatsächlich: Es sieht viel schöner aus als vorher. Auch wenn sich die Wohn- und Lebensbedingungen für die Mieter in diesen Blöcken nicht wirklich verbessert hat.

Sonntag, 6. September 2009

Dolce & Gucci


Mein alter Gürtel zeigte immer mehr Abnutzungserscheinungen und so war es höchste Zeit, mich nach einem neuen Lederriemen umzuschauen. Ist ja in Accra auch kein Problem, kurz auf die Oxford Street, sich 10 Sekunden nicht bewegen und man hat sofort ein Dutzend Strassenverkäufer um sich herum geschart. Ein Gürtelverkäufer wird dann bestimmt dabei sein. Tatsächlich war es dann auch so und zusammen mit Anja und Julius begutachteten wir die verschiedenen Modelle. Ein Großteil der Auswahl bestand aus protzigen Hip-Hop-Gürteln mit ausladenden Gürtelschnallen. Hmmm, nicht so mein Ding. Tatsächlich fanden wir dann einen schlichten, schwarzen Ledergürtel mit dezenter Schnalle. Natürlich muss eine Modemarke für so einen Gürtel "gerade stehen" und in diesem Falle fanden wir auf dem Leder sehr unauffällig ein eingestanztes 'D & G'. Doch eben nicht nur das, denn auf der Schlaufe wurde obendrein noch ein 'Gucci' eingeprägt. Als wir schmunzelnd den Verkäufer fragten, ob das denn sein kann, daß Dolce und Gabbana zusammen mit Gucci für den ghanaischen Markt Gürtel herstellen würden, versicherte dieser uns mit großem Ernst, daß es ganz, ganz sicher Original-Ware sei. Also einigten wir uns darauf, daß es sich folglich um 'Dolce & Gucci' handeln muss.

Henry Fonda hätte so eine Episode nicht erleben können, denn in 'Spiel mir das Lied vom Tod' meinte er verächtlich, daß Leute mit Gürtel keine echten Männer seien, da sie ja noch nicht einmal ihren eigenen Hosen vertrauen.

Mein Vertrauen gehört jetzt dagegen meiner neuen Lieblingsfirma 'Dolce & Gucci'. Vielen Dank!

Mittwoch, 26. August 2009

Guten Appetit!


Bei uns in Europa kennt man Essen auf Rädern und hier heißt es leicht abgewandelt: "Essen auf Füssen". Frisch zubereitete Speisen wie Banku werden so live und direkt an den Mann/an die Frau gebracht. Guten Appetit!

Freitag, 21. August 2009

Noch was Feines!


Heute gab es Nachschub in Sachen Medikamente und ich bin guter Dinge, daß ich meinen Husten jetzt wirklich bald wegbekomme. Im Moment rasselt es in mir wie in einem Bochumer Bergwerk, aber mit diesen Hilfsmitteln kann es eigentlich nur besser werden!

Sonntag, 16. August 2009

Medikamente in Ghana


Da könnte sich die deutsche Pharmaindustrie doch mal eine Scheibe abschneiden. So schön kann man Grippe-Medikamente gestalten. Sieht doch klasse aus - da hat man Vertrauen und wird schon beim Packung-Anschauen gesund.



Bayer - übernehmen Sie!