
Manchmal möchte man ja, kann aber nicht. Dann wiederum könnte man, man darf aber nicht. Und für alle Fälle, wenn man darf und kann, wird man auch mal visuell darauf hingewiesen, was so möglich ist. Vielen Dank!



Am 21. November fand der traditionelle Weihnachtsmarkt der Schule statt und dieses Jahr entschloß man sich, diesen erst um 16.00 zu beginnen und dann in die Abendstunden zu ziehen. Das war eine prima Idee, denn wenn schon die Temperaturen nicht unbedingt weihnachtliche Gefühle aufkommen lassen, so war dann zumindest nach Einbruch der Dunkelheit und der entsprechenden Illumination eine grundsätzlich-adventliche Stimmung vorhanden.
Julius war beschäftigt mit seiner Klasse selbstgebackene "Weihnachtsgutele" zu verkaufen, es gab Glühwein - kalt und heiss -, Anja hat mit ihrer Oberstufe ein Spiele-Parcours für die Kinder vorbereitet und außerdem zeigte Anja dann um 19.00 Uhr im "Schulkino" '3 Nüsse für Aschenbrödel'. Da konnte man dann auch viele Erwachsene wieder treffen, die den tschechischen Märchenfilm aus ihren Kindertagen noch kannten und so eine gute Gelegenheit hatten, diesen mal wieder zu sehen.

Es war eine tolle Veranstaltung mit sehr viel Atmosphäre und die Besucher waren alle sehr angetan von diesem Weihnachtsmarkt. Das wird 2010 bestimmt wieder der Hit - dann aber ohne uns...
Im Februar habe ich ja schon mal über den Haufen Schrott an der Nima Police Taxi-Station berichtet. Festus, unser Taxifahrer, hat letzten November Harald und mir erklärt, daß diese Ansammlung von rostigem Blech in 3 Monaten wieder laufen würde
Dem war im Februar nicht so, was ja auch zu erwarten war, und so konnte ich unsere kleine Wette als gewonnen erklären.Umso überraschter war ich also letzte Woche, als Festus winkend und lachend hinter unserem Auto herrannte. Er bat mich mit einem Grinsen, das von der Elfenbeinküste bis Togo reichte, zu parken, da er mir etwas zeigen müsste. Was dann kam, lässt sich jetzt schon erraten: Er zeigte mir das restaurierte Auto, das es immerhin nach 11 Monaten Reperaturzeit wieder unter die fahrbaren Automobile geschafft hatte. Großes Gejohle seiner Taxifahrer-Kollegen, die schon alle gespannt auf meine Reaktion warteten. Ich war natürlich begeistert und versprach, dieses Wunderwerk der Technik zu fotografieren und Harald zuzusenden. Und hier ist es:
Bei uns diskutiert man über Abwrackprämien und hier wird aus 3 Stücken Blech, einem Draht und 5 Liter Benzin noch ein Auto gebaut. Das sind Unterschiede!
An der Liberation Road, gegenüber des Präsidentenpalastes, gibt es hübsch-hässliche Wohnsilos, die man für Obamas Visite so nicht sehen wollte. Also hing man an der Stirnseite der Wohnblocks großflächige Begrüßungsplakate auf, damit man das, was dahinter ist, etwas kaschieren kann. Auf jedes Plakat kam ein anderes typisch-ghanaisches Motiv drauf, so zum Beispiel die Sklavenburg von Elmina, Kente-Webereien, Goldproduktion, den Independence Square oder die Wii-Wasserfälle.

Und tatsächlich: Es sieht viel schöner aus als vorher. Auch wenn sich die Wohn- und Lebensbedingungen für die Mieter in diesen Blöcken nicht wirklich verbessert hat.