Donnerstag, 10. Juni 2010

We can't wait!



Getreu dem Motto eines südafrikanischen Mobilfunkanbieters kann es jetzt - 24 Stunden vor Beginn der WM - auch hier keiner mehr aushalten. Thema No 1 auf der Straße ist nur noch König Fußball!

Einig sind sich (fast) alle: "Serbia and Australia will be beaten by us and then it will be a tough match versus Germany!"

Der Michael-Verlust auf beiden Seiten (auf der einen Essien, auf der anderen Ballack) wird allerorts bedauert, aber nichtsdestotrotz sind sich ( auch hier - fast) alle sicher, daß Ghana die nächste Runde erreichen wird.
Und dann? We will see - and we can't wait!

Mittwoch, 26. Mai 2010

Dienstag, 13. April 2010

Die Weltbank und die Finanzkrise




Die ersten Konsequenzen der Finanzkrise sind dann doch deutlich zu spüren und sogar die Weltbank hat - zumindest baulich - erkannt, daß man den Gürtel künftig enger schnallen muss!

Freitag, 9. April 2010

Mein Stuhl, der hat drei Ecken...




Bitte, bitte gaaaaaaanz vorsichtig hinsetzen!

Donnerstag, 4. März 2010

Vorsicht im Kreisverkehr!




Mittlerweile wird in Deutschland und Europa auf Zigarettenschachteln hingewiesen, wie ungesund Glimmstängel im Generellen so sind. Ich finde, das ist ein netter Anfang aber man sollte hier noch weitergehen. Am Danquah Circle wird so zum Beispiel auch auf die grenzenlose Gefahr von Kreisverkehren, ähem Kreisverkehrs, hmmhmm, vom Fahren im Kreisverkehr hingewiesen. (Was ist eigentlich der korrekte Plural von Kreisverkehr???) Natürlich sollte man in Ghana ein Verkehrsschild aufstellen, daß generell auf die Gefahr des Straßenverkehrs hinweist, aber es ist natürlich schon richtig, einen speziellen Hinweis am Kreisverkehr aufzustellen. Denn der - und das kann mir hier sicher jeder bestätigen - ist jedesmal eine neue Herausforderung!
Einmal hin, einmal her, rundherum das ist nicht schwer!

Mittwoch, 3. Februar 2010

Ein Ort für alle Fälle



Manchmal möchte man ja, kann aber nicht. Dann wiederum könnte man, man darf aber nicht. Und für alle Fälle, wenn man darf und kann, wird man auch mal visuell darauf hingewiesen, was so möglich ist. Vielen Dank!

Samstag, 30. Januar 2010

Bremsbuckel oder Schlagloch?





Es ist ja immer wieder angenehm, wenn man auf die 'Ramps' also geschwindigkeitsreduzierende Strassenerhöhungen, von mir mal als 'Bremsbuckel' bezeichnet, hingewiesen wird. Selbstverständlich ist das nämlich bei weitem nicht immer, und wenn man so einen dann nicht sieht, kann das Auto auch schnell zum Flugzeug mutieren.

Sehr schön finde ich hier aber die umgekehrte Variante, die somit auf eine Vertiefung des Straßenbelags hinweisen könnte. Macht dann aber irgendwie auch keinen Sinn, denn dann müssten hier auf 100 Meter circa 20 Schilder stehen.

Sieht aber auf jeden Fall sehr schön aus!

Donnerstag, 14. Januar 2010

Ein gutes Neues Jahr!



Wir schreiben ja bereits den 14. Januar, nichtsdestotrotz möchte ich es nicht versäumen, allen ein gutes Neues Jahr 2010 zu wünschen. Für uns wird es ja ein zweigeteiltes Jahr werden, denn die erste Jahreshälfte werden wir noch in Ghana verbringen, um dann ab Juli wieder auf der Reichenau zu weilen.

Es bleibt also spannend und wir freuen uns auf viele tolle Momente hier in Accra und Ghana.

Ein neues Auto für unsere Rückkehr in Deutschland ist bereits gefunden. Braucht halt noch etwas Feinschliff, aber das sollte mir als alten Handwerker und Kfzler doch keine Schwierigkeiten bereiten, oder?


Samstag, 28. November 2009

Weihnachtsmarkt an der GSIS




Am 21. November fand der traditionelle Weihnachtsmarkt der Schule statt und dieses Jahr entschloß man sich, diesen erst um 16.00 zu beginnen und dann in die Abendstunden zu ziehen. Das war eine prima Idee, denn wenn schon die Temperaturen nicht unbedingt weihnachtliche Gefühle aufkommen lassen, so war dann zumindest nach Einbruch der Dunkelheit und der entsprechenden Illumination eine grundsätzlich-adventliche Stimmung vorhanden.



Julius war beschäftigt mit seiner Klasse selbstgebackene "Weihnachtsgutele" zu verkaufen, es gab Glühwein - kalt und heiss -, Anja hat mit ihrer Oberstufe ein Spiele-Parcours für die Kinder vorbereitet und außerdem zeigte Anja dann um 19.00 Uhr im "Schulkino" '3 Nüsse für Aschenbrödel'. Da konnte man dann auch viele Erwachsene wieder treffen, die den tschechischen Märchenfilm aus ihren Kindertagen noch kannten und so eine gute Gelegenheit hatten, diesen mal wieder zu sehen.




Es war eine tolle Veranstaltung mit sehr viel Atmosphäre und die Besucher waren alle sehr angetan von diesem Weihnachtsmarkt. Das wird 2010 bestimmt wieder der Hit - dann aber ohne uns...

Sonntag, 11. Oktober 2009

Hallo Harald - das Auto läuft!


Im Februar habe ich ja schon mal über den Haufen Schrott an der Nima Police Taxi-Station berichtet. Festus, unser Taxifahrer, hat letzten November Harald und mir erklärt, daß diese Ansammlung von rostigem Blech in 3 Monaten wieder laufen würde



Dem war im Februar nicht so, was ja auch zu erwarten war, und so konnte ich unsere kleine Wette als gewonnen erklären.Umso überraschter war ich also letzte Woche, als Festus winkend und lachend hinter unserem Auto herrannte. Er bat mich mit einem Grinsen, das von der Elfenbeinküste bis Togo reichte, zu parken, da er mir etwas zeigen müsste. Was dann kam, lässt sich jetzt schon erraten: Er zeigte mir das restaurierte Auto, das es immerhin nach 11 Monaten Reperaturzeit wieder unter die fahrbaren Automobile geschafft hatte. Großes Gejohle seiner Taxifahrer-Kollegen, die schon alle gespannt auf meine Reaktion warteten. Ich war natürlich begeistert und versprach, dieses Wunderwerk der Technik zu fotografieren und Harald zuzusenden. Und hier ist es:



Bei uns diskutiert man über Abwrackprämien und hier wird aus 3 Stücken Blech, einem Draht und 5 Liter Benzin noch ein Auto gebaut. Das sind Unterschiede!


Sonntag, 27. September 2009

So ein Käse


Globalisierung pur! Oberfränkischer Käse im libanesischen Supermarkt in Afrika!

Sonntag, 20. September 2009

Schöner wohnen mit Obama


Hier noch ein Nachschlag zu Barack Obamas Ghana-Besuch im Juli. Nicht nur bei uns im Viertel wurde die Straße verschönert, da Obama dort das Krankenhaus besuchte. Auch in anderen Gebieten Accras hat der Staatsbesuch seine Spuren hinterlassen.


An der Liberation Road, gegenüber des Präsidentenpalastes, gibt es hübsch-hässliche Wohnsilos, die man für Obamas Visite so nicht sehen wollte. Also hing man an der Stirnseite der Wohnblocks großflächige Begrüßungsplakate auf, damit man das, was dahinter ist, etwas kaschieren kann. Auf jedes Plakat kam ein anderes typisch-ghanaisches Motiv drauf, so zum Beispiel die Sklavenburg von Elmina, Kente-Webereien, Goldproduktion, den Independence Square oder die Wii-Wasserfälle.



Und tatsächlich: Es sieht viel schöner aus als vorher. Auch wenn sich die Wohn- und Lebensbedingungen für die Mieter in diesen Blöcken nicht wirklich verbessert hat.

Sonntag, 6. September 2009

Dolce & Gucci


Mein alter Gürtel zeigte immer mehr Abnutzungserscheinungen und so war es höchste Zeit, mich nach einem neuen Lederriemen umzuschauen. Ist ja in Accra auch kein Problem, kurz auf die Oxford Street, sich 10 Sekunden nicht bewegen und man hat sofort ein Dutzend Strassenverkäufer um sich herum geschart. Ein Gürtelverkäufer wird dann bestimmt dabei sein. Tatsächlich war es dann auch so und zusammen mit Anja und Julius begutachteten wir die verschiedenen Modelle. Ein Großteil der Auswahl bestand aus protzigen Hip-Hop-Gürteln mit ausladenden Gürtelschnallen. Hmmm, nicht so mein Ding. Tatsächlich fanden wir dann einen schlichten, schwarzen Ledergürtel mit dezenter Schnalle. Natürlich muss eine Modemarke für so einen Gürtel "gerade stehen" und in diesem Falle fanden wir auf dem Leder sehr unauffällig ein eingestanztes 'D & G'. Doch eben nicht nur das, denn auf der Schlaufe wurde obendrein noch ein 'Gucci' eingeprägt. Als wir schmunzelnd den Verkäufer fragten, ob das denn sein kann, daß Dolce und Gabbana zusammen mit Gucci für den ghanaischen Markt Gürtel herstellen würden, versicherte dieser uns mit großem Ernst, daß es ganz, ganz sicher Original-Ware sei. Also einigten wir uns darauf, daß es sich folglich um 'Dolce & Gucci' handeln muss.

Henry Fonda hätte so eine Episode nicht erleben können, denn in 'Spiel mir das Lied vom Tod' meinte er verächtlich, daß Leute mit Gürtel keine echten Männer seien, da sie ja noch nicht einmal ihren eigenen Hosen vertrauen.

Mein Vertrauen gehört jetzt dagegen meiner neuen Lieblingsfirma 'Dolce & Gucci'. Vielen Dank!

Mittwoch, 26. August 2009

Guten Appetit!


Bei uns in Europa kennt man Essen auf Rädern und hier heißt es leicht abgewandelt: "Essen auf Füssen". Frisch zubereitete Speisen wie Banku werden so live und direkt an den Mann/an die Frau gebracht. Guten Appetit!

Freitag, 21. August 2009

Noch was Feines!


Heute gab es Nachschub in Sachen Medikamente und ich bin guter Dinge, daß ich meinen Husten jetzt wirklich bald wegbekomme. Im Moment rasselt es in mir wie in einem Bochumer Bergwerk, aber mit diesen Hilfsmitteln kann es eigentlich nur besser werden!

Sonntag, 16. August 2009

Medikamente in Ghana


Da könnte sich die deutsche Pharmaindustrie doch mal eine Scheibe abschneiden. So schön kann man Grippe-Medikamente gestalten. Sieht doch klasse aus - da hat man Vertrauen und wird schon beim Packung-Anschauen gesund.



Bayer - übernehmen Sie!

Und auch wir sind wieder da!


Ja, ja, ja - ich weiß. Ruhig war es hier. Sehr ruhig!

Aber es wird tatsächlich auch immer schwieriger, hier Neues zu berichten. Auch ein Alltag in Afrika bietet da nicht immer Neues und so überlegt man - oft krampfhaft -, was man denn hier Interessantes reinschreiben kann. Andererseits gibt es immer wieder kurze Begegnungen, skurille Momente oder spannende Situationen, über die man berichten kann. Da versuche ich in Zukunft anzusetzen und durch kürzere Beiträge auch wieder eine Regelmäßigkeit reinzubekommen.

Die Ferien waren ja auch recht abwechslungsreich: Zuerst erlebten wir zwei fantastische Wochen in Kenia, dann waren Tina & Torsten bei uns in Ghana, mit denen wir tolle Tage verbrachten und auch seitdem fliegen die Tage wie im Flug dahin.


Also: Es wird sich wieder lohnen, hier reinzuklicken. Es wird wieder mehr Beiträge geben. Hab ich mir auf jeden Fall vorgenommen....

Und auch Barack war da...


Während unseres Urlaubs in Kenia, gab es hohen Besuch in Ghana. Barack Obama war für einen zweitägigen Aufenthalt angereist und neben den staatsbürgerlichen Pflichten in Accra und dem Besuch des 'Cape Coast Castle', war er auch noch bei uns in der Nachbarschaft im 'General Hospital'.
Da wir ja nicht da waren, wurde uns berichtet, daß unser Viertel, South-Labadi-Estates, natürlich komplett abgeriegelt war und man folglich keine Chance hatte, den amerikanischen Präsidenten zu sichten. Außerdem war der Himmel von Helikoptoren übersät und es war wohl schon eine eigenartige Stimmung.

Uns war danach klar, warum kurz vor unserem Kenia-Aufenthalt noch - ghanaisch-untypisch - hektisch die Straße vor dem Krankenhaus restauriert wurde, Schlaglöcher, die eher Kratereinschlägen beseitigt wurden und links und rechts der Straße alles fein und ordentlich geweißelt wurde. Der Präsident macht's möglich...

Paul, ein Taxifahrer, merkte dann an, das Beste wäre ein jährlicher Besuch von Obama, der dann an verschiedenen Stellen in Accra stattfinden soll. Dann wäre Accra in wenigen Jahren 'schlaglochfrei'! Auch ein Vorschlag für 'Schöner Wohnen'!

Dienstag, 16. Juni 2009

Gerald Asamoah war da!




Heute gab es an der Schule prominenten Besuch. Gerald Asamoah von Schalke 04 hatte sich angekündigt. Deswegen gab es vorher bei uns im Hof noch eine Extra-Fußball-Runde mit Julius, den er wollte noch Schalke gegen Spanien spielen. Zitat: „Papa, du bist Spanien…“ Asamoah ist ja gebürtiger Ghanaer und lebt seit seinem 12. Lebensjahr in Deutschland. Ausgestattet mit der deutschen Staatsangehörigkeit hat er ja auch schon einige Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft getätigt.






Mit im Schlepptau hatte er Charles Takyi, auch „Deutschland-Ghanaer“ und ab der kommenden Saison – nach einem einjährigen Gastspiel bei der Spielvereinigung Greuther Fürth – wieder St. Paulianer.
Die Schüler, Eltern und Lehrer warteten schon alle ungeduldig auf die Ankunft der zwei Stars und so war der Jubel und die Aufregung groß, als der Tross um Asamoah endlich eintraf. In der Aula war schon ein Podium mit Zuschauerraum aufgebaut und nach ein paar einleitenden Worten von Stefano Caflish konnte man dann dem Superstar seine Fragen stellen.

Von Schüchternheit war bei den Schülern überhaupt keine Spur und Asamoah hatte alle Mühe, alle Fragen beantworten zu können. Das tat er aber sehr gewissenhaft und herzlich, nahm alle Fragen der Schüler ernst, fing auch auf einzelnen Fragen kleine Dialoge an und zeigte sich von einer sehr angenehmen, freundlichen und natürlichen Seite. Auf die Frage, ob er sich denn als Ghanaer oder Deutscher fühlen würde, antwortete er sehr offen, dass er natürlich in Ghana geboren sei, da er aber seit seinem 12. Lebensjahr in Deutschland lebt, dort seine eigentlichen heimatlichen Gefühle sind und er sich somit eher „deutsch“ fühlt. Auch sein soziales Engagement kam zur Sprache und er berichtete sachlich über die Ziele der Stiftung, ohne seine eigene Person dabei in den Mittelpunkt zu stellen.

Zum Abschluss gab es dann natürlich noch eine Runde Autogramme, die er bereitwillig verteilte. Anja und Julius reichten ihm meine 11-Freunde-Sonderausgabe ‚Die 80er Jahre’ mit dem jungen Olaf Thon als Titelbild, was bei Gerald Asamoah doch ein Schmunzeln hervorrief und er meinte: „Na dann unterschreib ich mal auf Olaf….“




Danach zeigten die zwei noch ein paar Tricks mit dem Ball auf dem Schulhof, wobei Charles Takyi einige sehr schöne Kabinettstückchen vorführte.



Ein Besuch der angenehmen Art! Die Schüler haben sich sehr gefreut und auch für uns Eltern und für die Lehrer war es eine interessante Begegnung mit einem interessanten Menschen! Kommen’se doch mal wieder, Herr Asamoah!!!